Hausanschlüsse und andere Katastrophen

In der vergangenen Woche wurden, von einer von uns (auf Empfehlung) beauftragten Firma, die Erdarbeiten für die Hausanschlüsse durchgeführt.

Eigentlich hätte am 7.10. damit begonnen werden sollen, da standen aber nur die Herren von der Gasag (bzw. Firma MRA) vor der Tür. Der Erdbauer hatte zugesagt er würde die Firma informieren das noch keine Gräben ausgehoben sind – hat er aber nicht. Also mussten die Ärmsten die Gräben von Hand ausheben und unseren Gasanschluss legen.

Am Dienstag, den 8.10., wurde dann endlich mit den Erdarbeiten begonnen… und die Katastrophe nahm ihren Lauf. Es wurden Gräben ausgehoben, Gräben wieder zugeschüttet, an der gleichen Stelle wieder gebaggert, Abwasserrohre verlegt, unsere Rückstauklappe vergessen, wir wurden mehrfach und zu den unmöglichsten (Arbeits-)Zeiten zum Haus gebeten weil das Stromkabel ja noch ins Haus gezogen werden musste, das wurde dann doch nicht gemacht, also wurde am nächsten Tag wieder angerufen und so weiter und so fort. Das war alles noch das kleinere Übel.

Am Freitag gegen 16 Uhr eröffnete uns der Mitarbeiter der Erdbaufirma, dass er wohl das Telekomkabel mit seinem Bagger erwischt hat. Nein, nicht nur unser frisch verlegtes – er hat viel zu dicht an der Straße gebaggert und ein ca. 30cm großes Stück Kabel aus der Hauptleitung gerissen die in diesem Baugebiet rund 50 Haushalte versorgt. Er habe das aber wohl gemeldet. Wir haben zur Sicherheit sofort die Telekom angerufen, ein Techniker war aber ohnehin auf dem Weg weil ein Nachbar die, scheinbar schon seit Donnerstag bestehende, Störung ebenfalls gemeldet hat. In einem Späteinsatz hat die Telekom den Schaden dann noch behoben, die Rechnung von rund 4000,- Euro geht direkt an den Verursacher – also die Erdbaufirma. Nach dieser Verzögerung wurde der Mitarbeiter der Erdbaufirma von seinem Chef dazu angewiesen am Samstag auf der Baustelle zu erscheinen. Wir sollten auch kurz vorbeikommen um – ihr dürft raten – genau, aufzuschließen. Leider war um 12 Uhr noch keine Spur von dem Mann zu sehen. Ich möchte hier jetzt nicht näher auf die haarsträubende Krankenhausgeschichte eingehen die uns aufgetischt wurde – es stellte ich später heraus, dass der Mitarbeiter der Firma am Freitag “ein Feierabendbierchen zu viel” gehabt hat und deshalb nicht aus dem Bett gekommen ist. Er war dann wohl am Samstag von 16-20 Uhr auf der Baustelle und hat weiter gearbeitet.

Wir haben 3 Kreuze gemacht weil wir dachten jetzt sind wir sie endlich los – aber so läuft das wohl manchmal nicht. Am Dienstag, den 15.10., sollte unsere Heizung in Betrieb genommen werden. Leider kam aber kein Gas aus der Leitung. Ich überspringe jetzt die Schimpftiraden die wir geflucht haben bevor wir uns gegen 18 Uhr mit dem Entstörungsdienst der Gasag auf dem Grundstück getroffen haben. Die Anschlüsse wurden richtig gelegt, die Ventile sind alle offen – wenn jetzt kein Gas kommt muss es einen Defekt in der Leitung geben der eine Art “Not-Aus” ausgelöst hat. Die Messung mit der Sonde hat erhöhte Gaswerte im Boden ergeben. Nicht bedrohlich und auch nicht oberflächlich, aber auch nicht normal und erst recht nicht erwünscht. Also wurde das Rufbereitschaftsteam der Firma MRA angerufen und die mussten wieder mit dem Spaten ran. Als wir dann gegen 21 Uhr einen Anruf bekamen und uns gesagt wurde, dass die Gasleitung wohl bei den Erdarbeiten beschädigt wurde hat uns das nicht weiter überrascht. Als uns aber gesagt wurde, dass jemand versucht hat das Loch in der Gasleitung auf eigene Faust zu flicken und das ganze zu vertuschen indem es einfach wieder zugebuddelt wurde sind wir aus allen Wolken gefallen. Da ist auch den Leuten vom Entstörungsdienst nicht mehr viel zu eingefallen. Da man auf die Schnelle nicht sagen konnte ob das die einzige verpfuschte Stelle in der Gasleitung war wurden wir erstmal vom Netz genommen. Heute Vormittag wurde dann die komplette Leitung überprüft und unser Haus wieder angeschlossen. Kurzer Test – alles funktioniert. Jetzt kann morgen endlich die Heizung in Betrieb genommen werden.

Hoffen wir mal, dass das der erste und letzte Ärger war den wir in der Bauphase hatten…

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Ein Gedanke zu “Hausanschlüsse und andere Katastrophen

  1. Also das mit der Vertuschungsaktion ist ja ein starkes Stück. Nicht auszudenken, was passieren kann wenn das nicht aufgefallen wäre. Die Firma hat sich dann wohl für uns disqualifiziert.

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