Wir haben eine Baugenehmigung!

Nachdem ich heute erst in “Unkraut zupfen – Teil 2″ angemerkt habe, dass wir noch nix vom Bauantrag gehört haben gibt es jetzt schon das Update. Heute Abend haben wir routinemäßig das Onlineportal vom Bauamt auf Updates geprüft und da war er – der Status GENEHMIGT!

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Nach nur 3 Wochen! Damit haben wir nicht gerechnet. Das Team vom Bauamt darf sich mal ganz fest gedrückt und geknuddelt fühlen!

Jetzt fehlt nur noch das Nachtragsangebot von der Bemusterung, dann kann endlich die Ausführungsplanung starten.

Unkraut zupfen – Teil 2

An den letzten Wochenenden ist auf unserem Grundstück viel passiert – wir waren fleißig! So sah das Grundstück noch vor 3 Wochen aus…

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Das wichtigste für uns war es den Hopfen los zu werden, der das hintere Drittel des Grundstücks mit einem dicken Wurzelgeflecht durchzogen hat. Voller Optimismus ging es ans Werk, das kann ja nicht so schwer werden. Kann es wohl. Die zum Teil 3-4 Meter langen Wurzeln sind ähnlich elastisch wie Seile und zu einem dichten Wurzelteppich verschlungen. Man zieht an einer Wurzel, kommt zu einem Knotenpunkt mit der nächsten, usw. Einzelne Wurzeln lassen sich leicht raus holen – die konnte man wie eine Spaghetti aus der Erde ziehen… eine verdammt lange Spaghetti. Andere Wurzel führen genau dort hin wo man schon fertig war… man zieht und zieht und zieht… und flucht… es ist wirklich kaum zu glauben. An einigen Stellen führen die sonst eher oberflächlich wachsenden Wurzeln senkrecht in die Tiefe. Bei gefühlt einem Meter geben wir auf und schneiden den Strang einfach ab. Mal schauen was passiert.

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So erkämpfen wir uns Meter um Meter bis der hintere Teil des Grundstücks soweit frei ist. Jetzt heißt es abwarten – wenn der Hopfen doch noch irgendwo aus dem Boden wächst müssen wir wohl gezielt graben. Es ist wirklich beunruhigend wie schnell das Zeug wächst. Vor 2 Wochen hatten die Wurzeln noch weiße Triebe, letzte Woche kamen die ersten zarten Triebe aus dem Boden und dieses Wochenende waren sie auf dem Nachbargrundstück schon gut 20 cm hoch und haben versucht sich am Baum hochzuranken. Hinterhältige Biester…

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Die Bäume und das Grundstück werden von Tag zu Tag grüner. Besonders die Brennesseln erfreuen sich nach dem langen Winter scheinbar noch bester Gesundheit. Der Blick auf den Nordgraben, direkt hinter unserem Grundstück, ist in jedem Fall traumhaft.

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Mittlerweile ist der hintere Teil des Grundstücks mit Füllsand aufgefüllt. Jetzt ist es zwar nicht mehr grün, dafür aber eben. Um den Mutterboden kümmern wir uns erst, wenn der Rohbau steht. Vorher macht das wohl nicht soviel Sinn.

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Eigentlich ist es fast schade – nachdem man sich schon daran gewöhnt hat sich Sonntag Abends mit Rückenschmerzen und Blasen an den Händen auf die Couch zu schleppen ist es jetzt schon wieder vorbei. Dabei konnte man sich bei der Gartenarbeit so gut von der langen Wartezeit auf die Baugenehmigung ablenken. Der Bauantrag ist seit 3 Wochen raus. Da haben wir bisher noch nix weiter gehört.

Die Bemusterung

Wir holen langsam auf – vor 2 Wochen haben wir also unsere Treppe ausgesucht, letzte Woche Freitag haben wir den Rest bei Roth bemustert. Dafür haben wir von Frau Kluge-Kraemer vorab schon das Bemusterungsprotokoll und Treppen- und Türenkataloge zur Vorbereitung bekommen.

Die Bemusterung selbst ging dann mit der Schlüsselübergabe los! Juhu – wir haben einen Schlüssel! Jetzt fehlt nur noch die passende Tür, aber wer wird schon kritisch sein. Wir jedenfalls nicht, wir haben uns gefreut.

Aber zurück zum Wesentlichen – 21 Seiten Baudurchsprache- und Bemusterungsprotokoll wollen bearbeitet werden. Veranschlagt waren dafür 3 Stunden, einplanen sollten wir 4 Stunden, geworden sind es 5 1/2 Stunden. Dabei waren wir wirklich recht zielorientiert…

Es ging mit einem allgemeinen Teil zu den Versicherungen los die man für so ein Projekt braucht, dann haben wir unsere Küchenplanung abgegeben. Die Küche ist eine Nolte-Küche von Möbel Höffner. Die zu planen hat fast genau so lange gedauert wie das ganze Haus zu planen, aber das ist eine andere Geschichte.

Es folgten Punkte wie das Grundstück, die Entwässerung, Erdarbeiten, unsere Pfahlgründung (die von uns ja extern vergeben werden musste), die Mauern für Außen- und Innenwände, die Rohbauhöhen, der Schornstein (wir müssen uns endlich für einen Kamin entscheiden wegen der Anschlusshöhe für das Rauchrohr), der Ausstieg für den Schornsteinfeger, der Außenputz, die Dachdeckerarbeiten (inklusive unserem “goldenen” Dachziegel für die Satelitenschüssel), die Lage und Führung der Regenrinne… die Regentonne wird wohl nicht da stehen wo sie geplant war sondern 2m weiter – das hat aber durchaus plausible Gründe die mit dem Fließgefälle in der Regenrinne zu tun haben, die Farbe für den Dachkasten wurde besprochen… ich muss mal kurz Luft holen, wir sind jetzt auf Seite 8 von 21!

Jetzt kam dann ein schöner Teil – wir haben so richtig bemustert… also nicht nur in der Theorie, sondern mit “zum Anfassen”!

Bei der Haustür waren wir uns noch nicht ganz sicher, wir haben aber ein großes Glaselement mit Milchglas als einen Flügel und ein zweites Element als Tür, mit Glaseinsätzen – kurz: die Tür ist 2-flüglig mit einem vollverglasten Seitenteil. Das Ganze wird dann aus Sicherheitsglas sein weil man direkt dort die Treppe hinunter kommt und es im Zweifelsfall eher ungünstig ist wenn man fällt und direkt durch die Scheibe rauscht. Eine Nebeneingangstür haben wir nicht.

Das nächste Thema waren die Fenster – weiß, Kunststoff, kein Regelair weil wir ja eine Belüftungsanlage haben, unsere elektrischen Rollläden, unser Stulpfenster mit Altbauschwelle im EG zur Terrasse, die Ornamentverglasung für die Bäder, HWR und Speisekammer / Fotoecke. Später wurde auch noch die Schlagrichtung der Fenster festgelegt… an was man nicht alles denken muss. Bei den Fensterbänken haben wir uns außen für Granit Rosa Beta entschieden:

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Innen ist es uns nicht ganz so leicht gefallen – am Ende haben wir die Agglo White Star gewählt.

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Der Vollständigkeit halber hier nochmal das Ganze Programm – links die Außenbänke, rechts die Innenbänke.

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Eingebaut könnte das Fenster dann so aussehen:

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In den Bädern und im Wäschebereich lassen wir die Fensterbänke mit in den Fliesenspiegel einfassen. Auch in der Küche wird die Arbeitsplatte in das Fenster eingezogen.

Die Innentreppe aus Buche – so gebeizt,  dass es aussieht als wäre sie Wenge – mit Edelstahlsprossen und geradem Handlauf als offene Vollholztreppe haben wir ja bereits erwähnt. Am Treppenauge wird das Ganze mit einer passenden Treppenrandverkleidung abgeschlossen.

Bei den Innentüren im OG haben wir uns für den Standard in Esche weiß, deckend entschieden. Im EG haben wir ja nur die zwei Türen zum HWR und zum Gästebad, die werden Wildeiche grau. Damit sollten sie dann gut zur geplanten Flurmöblierung passen. Türgriffe haben wir natürlich auch ausgesucht. Es wird der Zweite von oben – der liegt so schön geschwungen in der Hand.

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Natürlich wurde auch die Schlagrichtung der Türen festgelegt… ist ja wichtig! Durch die Kontrollierte Be- und Entlüftung müsste man entweder die Türblätter kürzen, dann hätte man einen ziemlich hohen Türspalt, oder man wählt das Upgrade für die Zargenhinterlüftung. Aber gut, man gönnt sich ja sonst…. naja – der Spruch passt beim Hausbau einfach nicht.

In den Bädern haben wir einen Unterputzspülkasten im Standard mit drin, als Badserie mussten wir ein bissl knobeln – es ist dann die Keramag “Paris” Serie geworden mit Grohe Armaturen im “Eurostyle”. Die Feinheiten wie der Waschtisch im großen Bad mit passenden Waschbecken, die Badewanne und die Raindance-Dusche kommen dann bei der Bemusterung im Bäderstudio noch dazu.

Hier einmal die “nicht Gewinner”:

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und die Gewinner unserer Auswahl:

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Die Dusche wird bodentief gefliest, mit der Duschabtrennung müssen wir uns dann erst bei der Bemusterung der Bäder final entscheiden – wir wollen ein festes Glasteil und eine große Tür. Mal sehen ob das so geht wie wir uns das denken.

Einen Handtuchwärmer haben wir auch und der soll über Strom laufen. Die restliche Heizung ist auf Gas ausgerichtet.

Dann kam wieder ein ausführlicher, theoretischer Teil zum Wasserspeicher, der Fußbodenheizung, der Be- und Entlüftungsanlage… ok zur Be- und Entlüftungsanlage. Natürlich hat die Ein- und Auslässe für Zu- und Abluft, aber man glaubt garnicht wie genau man sich überlegen muss wo die hinkommen sollen. Nicht neben das Bett, nicht über die Couch, nicht direkt über den Esstisch, …. wir haben sie am Ende alle gut unterbekommen, aber was es nicht alles zu beachten gibt!

Die Malerarbeiten haben wir mit im Angebot, das würden wir sonst zeitlich nicht schaffen.

Das EG wird komplett gefliest – wir haben da eine Variante mit Fliesen die so tun als wären sie Holz im Auge. Das Ganze dann passend zu Treppe und Küche in Wenge.

Dafür haben wir das Laminat im OG wieder raus genommen, das werden wir extern vergeben.

Puh – was für ein Marathon… aber wir gehen mit einem guten Gefühl nach Hause. Vermutlich haben wir, oder eher Frau Kluge-Kraemer, an alles gedacht. Jetzt warten wir auf das Nachtragsangebot, aber wir haben ja Zeit – der Bauantrag ist erst seit etwas über 2 Wochen unterwegs…

Unsere Treppe

Wir waren wohl etwas schreibfaul in den letzten Wochen, das liegt aber nur daran, dass wir so fleißig unser Grundstück bearbeitet haben. Aber gehen wir mal 2 Wochen zurück – wir haben unsere Treppe ausgesucht!

Dafür sind wir zum Derstappen Treppenmeister nach Lützow gefahren und haben unsere Treppe bemustert. Das ist von Berlin nicht gerade um die Ecke und der Zeitpunkt war nicht ganz typisch, aber für uns war es wichtig, dass wir am Ende eine Treppe haben die zu den Fliesen im EG passt. Dazu musste sie in Wenge sein. Die Türen zum Hauswirtschaftsraum und Gästebad sollen nämlich einen gräulichen Eicheton bekommen und sonst wird es einfach zu bunt. Die zwei Stunden Fahrt haben sich gelohnt, wir wurden vor Ort gut beraten und haben uns für eine Buchetreppe entschieden die in Wenge gebeizt ist. Im Standard hätten wir eine “normale” Buchetreppe (mit den Metallstreben aber schon die bessere Variante) und so werden wir direkt bei Derstappen das Upgrade fürs Beizen in Auftrag geben.

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Man hat uns auch ein Stück Treppe als Muster mitgegeben, so haben wir einen guten Anhaltspunkt wenn wir die Bodenfliesen aussuchen.

Der Bauantrag ist raus

Jetzt hat alles soweit geklappt. Wir haben uns am Donnerstag mit Herrn Hauske getroffen, sind die Bauantragspläne durchgegangen und haben auf 5 Exemplaren gefühlt 100 Unterschriften geleistet. 3 Exemplare haben wir mitbekommen. Eins für uns, zwei für das Amt. Die wurden dann auch gleich am Freitag persönlich vor Ort abgegeben. Jetzt heißt es warten und Daumen drücken, dass es nicht zu lange dauert. Wir hoffen auf 8 Wochen.

Bis dahin vertreiben wir uns die Zeit mit den schönen Dingen des Bauens. Dazu zählt natürlich auch die für den kommenden Freitag geplante Bemusterung!

Mal wieder ein Update

Wirklich viel gibt es derzeit eigentlich nicht zu berichten. Obwohl alle wirklich flott gearbeitet haben ist es mit dem Bauantrag vor Ostern nix mehr geworden. Der Vermesser hat fleißig alles gezeichnet, das musste dann aber noch gedruckt und im Original an unser Planungsbüro geschickt werden. Da fahren wir aber morgen Nachmittag hin um die Unterlagen zu unterschreiben.

Auch auf dem Grundstück war nix zu machen, während wir auf Sonnenschein zum weiteren Unkraut zupfen gehofft haben lag das Unkraut über Ostern sicher versteckt unter einer dicken Schneedecke begraben. Schade aber auch…

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Gute Neuigkeiten gab es hingegen für den Erker – es ist kein sichtbarer Sturz nötig, da wird die Decke zum OG einfach rausgezogen. Darüber haben wir uns wirklich sehr gefreut!

Ansonsten verbringen wir unsere Zeit mit Baumarkt-Bemusterungen. Das hat mit der eigentlichen Bemusterung noch nichts zu tun, die ist erst nächste Woche Freitag. Für uns war es aber schon sehr nützlich um zu sehen was wir wollen und was es gibt. Dabei stehen Schiebetüren, Laminat, Fliesen, Waschbecken und auch Treppen auf unserer Liste. Natürlich gibt es auch Briefkästen und sonstigen Schnickschnack zu sehen.

Baumarkt-Ideen

Alles wird fleißig fotografiert – so kann man später gut vergleichen. Von Roth haben wir dazu noch Kataloge für die Treppe und die Außen- und Innentüren bekommen. Besonders mit der Treppe müssen wir uns nochmal näher auseinander setzen. Buche soll es nicht werden und so fahren wir am Samstag nach Lützow um uns bei Derstappen, dem Treppenpartner von Roth, beraten zu lassen.

Das soweit zum Stand der Dinge – Langeweile kommt auf jeden Fall nicht auf.