Das Architektengespräch

Es ist das zweite Gespräch dieser Art und das erste bei Roth, aber diesmal waren wir doch überrascht. 6 Stunden sollte es gehen! Die erste Stunde war Planung zum Ablauf, wir haben die eingesammelten Kontaktadressen und Dokumente abgegeben und viele Infos bekommen. Dann ging es ans Werk. Wir haben uns vorher gefragt was wir wohl so lange besprechen würden, immerhin haben wir wieder unsere Vorschläge abgegeben und wussten doch sehr genau was wir wollen. Dann musste aber doch noch das eine oder andere Detail umgeplant und besprochen werden und so waren im Handumdrehen 4,5 weitere Stunden um. Damit war es dann doch in einer ganz anderen Liga einzuordnen als das frühere Gespräch.

Was haben wir geändert? Der Kamin wurde in die Ecke des Wohnzimmers verschoben, im Hauswirtschaftsraum wurde unser geliebtes Seitenfenster am Ende doch weg rationalisiert – wir brauchen einfach den Stellplatz und bisher hatte uns noch niemand gesagt was da alles rein muss – die Bauherrin hat die Fußbodenheizung in der Speisekammer verteidigt, Food-Fotos machen sich so schlecht mit kalten Füßen. Die Schiebetür zur Speisekammer läuft jetzt doch auf der Wand, die Fenster wurden einzeln angepasst, das Eine oder Andere ist doch größer oder kleiner geworden. Die Terrassentür wurde mit Altbauschwelle (ohne Stufe) und mit Stulpausbildung (ohne Mittelpfosten) geplant. Elektrische Rollläden gibt es wie geplant für jedes Fenster. Außerdem hat unser Häusle zusätzlich zu den Faschen um die Fenster noch eine Bauchbinde bekommen. Durch die aktive Be- und Entlüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung ist im Obergeschoss eine Raumerhöhung um einen Stein notwendig. In Berlin braucht man halt eine Raumhöhe von 2,50m und da lagen wir um 4 cm drunter. Was soll’s – dann kommt da halt noch eine Reihe mehr drauf. Wir durften übrigens wählen welches Wandmaterial wir haben möchten – es wird Ytong.

Dinge wie Heizkreislaufverteiler, Elektrokasten, Heizung, Gaszähler und Wasseruhr wurden im Plan für den Hauswirtschaftsraum untergebracht. So wie es aussieht passt auch noch unser großer Schrank mit rein – juhu, das war knapp!

Am Ende haben wir noch einen Ausflug in die Bemusterungsausstellung gemacht. Mittlerweile ist uns klar – alleine die Worte “könnte man noch…” oder “wie wäre es mit…” treiben die Rechnung Stück für Stück in die Höhe. Aber noch ist alles im grünen Bereich! Oder halt im roten Bereich… grüne Punkte bedeuten “ist im Angebot enthalten”, rote Punkte bedeuten “Aufpreis”. Wir werden wohl einen gesunden Mix finden.

Dachziegeln: es werden wohl die Protegon-Ziegel unten rechts (anthrazit).

  2013-02-12 Roth

Fenster: in Speisekammer, HWR, Gästebad und Badezimmer muss irgendetwas blick dichtes hin.

2013-02-12 Roth1

Türklinken, Fenstergriffe und Lichtschalter:

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Haustürgriffe:

2013-02-013

Fensterbänke innen und außen:

2013-02-014

Da steht uns wohl noch die eine oder andere Entscheidung bevor.

Das Gespräch mit Frau Kluge-Krämer war am 11. Februar, jetzt warten wir ungeduldig auf die überarbeiteten Grundrisse und das Update für das Angebot. Das haben wir dann doch ein bissl schneller erwartet. Wir sind aber weiterhin optimistisch – es geht voran.

Jetzt freuen wir uns über die Außenansichten zu unserem Häusle, die wurden auch schon von Herrn Matthies, der den ehemaligen Eigentümer / Verwalter vertritt, freigegeben. Und so wird es aussehen:

Häusle

Pläne, Pläne, Pläne

Wir haben von der Firma Roth eine lange, aber gut strukturierte to-do Liste bekommen. Es gibt einiges an Infos, Unterlagen und Plänen was eingeholt werden muss bevor unser Projekt an das Planungsbüro für die Erstellung des Bauantrags weitergereicht wird.

  • Auszug aus der Flurkarte (Katasteramt)
  • Auszug aus dem Grundbuch
  • B-Plan falls vorhanden, für uns also nicht zutreffend (wir haben hier die Gemeinschaftsordnung eingereicht)
  • Bodengutachten
  • Angaben über Höhen der Schächte – Kanalpläne
  • Löschwassernachweis
  • Anschrift der Gemeindeverwaltung
  • Anschrift Bauaufsichtsbehörde
  • Anschrift Wasserversorgungsunternehmen
  • Anschrift Gasversorgungsunternehmen
  • Anschrift Stromversorger
  • Anschrift Bezirks-Schornsteinfegermeister
  • Anschrift Vermssungsbüro

Die zweite Liste mit den Anschriften war recht schnell ausgefüllt. Zum Schornsteinfeger können wir nur sagen: versucht nicht das online raus zu bekommen, ein Anruf bei der Schornsteinfegerinnung und eine nette Dame gibt einem innerhalb von Sekunden die benötigten Kontaktdaten.

Bei Gas und Strom waren wir nicht ganz sicher – müssen wir jetzt die Standard-Versorger angeben oder schon den Anbieter den wir später möglicherweise wählen? Nein – gefragt sind die Grundversorger, also Gasag und Vattenfall.

Zu den Plänen:

Wir haben sehr zeitig den Vermesser beauftragt. Der hat es auch innerhalb von 2 Wochen (nach nur 3 nervigen Anrufen von unserer Seite – wir sind halt ungeduldig) geschafft das Grundstück zu vermessen. Die Pläne dazu hat er dann wirklich super schnell innerhalb von 2 Tagen an die Architektin der Firma Roth weitergeleitet. Wir sind sseh zufrieden!

Als Auszug aus dem Grundbuch haben wir vorerst die Auflassungsvormerkung eingereicht. Mittlerweile stehen wir aber fest verankert im Grundbuch – nach nur 4 Wochen! Der Notar hat wirklich ruck-zuck gearbeitet und wir waren mehr als überrascht. Wir hatten mit 4-6 Monaten gerechnet. 4 Wochen sind wirklich flott.

Einen B-Plan gibt es bei uns ja nicht. Wir haben als Basis für die Planung aber die Gemeinschaftsordnung für das Baugebiet vorgelegt. Die muss berücksichtigt werden.

Das Bodengutachten haben wir eingereicht. Es lag uns ja bereits vor.

Die Angaben über die Höhen der Schächte und Kanalpläne haben wir uns zum einen von dem Ingenieursbüro geholt das die Gemeinschaftsflächen und eben auch die Anschlüsse in der Straße geplant hat. E-Mail an das Büro, knapp 24 Stunden warten, Pläne per E-Mail an uns zurück. Ist es nicht schön, wenn manche Dinge schnell und unkompliziert sind?

Die amtlichen Lagepläne als Ergänzung haben wir uns bei den Berliner Wasserbetrieben direkt abgeholt. Das ging ganz unbürokratisch und war vor Ort schnell gemacht. Dabei gab es noch den einen oder anderen Tipp zum Bauwasseranschluss. Vielen Dank dafür!

Wir hatten es uns deutlich schwieriger vorgestellt alle Informationen einzuholen – mal schauen, die Anschlüsse zu beantragen wird sicher nochmal etwas komplexer. Bis hierhin sind wir mit uns zufrieden – unsere to-do Liste ist clean!

Wir bauen ein Roth Haus!

Nach einigen Umwegen, einer ausgiebigen Beratung durch den Bauherrenschutzbund und einer anschließenden Prüfung der Verträge haben wir uns entschieden… und alles wieder über den Haufen geworfen. Eine andere Baufirma musste her und da wir schon zu Beginn unserer Häusleplanung mit der Firma Roth Massivhaus geliebäugelt haben hat es uns auch schnell wieder dorthin zurück gezogen.

Natürlich haben wir uns auch noch andere Angebote geholt, aber bei Roth hat letztendlich einfach alles gepasst. Man ist uns noch entgegengekommen und wird auf der Pfahlgründung (die durch ein Spezialunternehmen durchgeführt wird) auch die Bodenplatte bauen. Normalerweise übernimmt Roth in solchen Fällen erst ab Oberkante Bodenplatte, aber für uns hat man das Ganze berechnet und sich bereit erklärt auch die Bodenplatte zu bauen. Die muss dafür noch ordentlich verstärkt werden und ist jetzt 30cm dick. Sicher ist sicher.

Nun geht die Planung richtig los – wir treffen uns mit der Architektin für den letzten Feinschliff. Bis dahin haben wir noch eine lange to-do Liste. Wir haben den Vermesser beauftragt, uns das Angebot für die Pfahlgründung eingeholt und uns die Kanalpläne bei den Wasserwerken abgeholt. Jetzt fehlen nur noch die Unterlagen vom Katasteramt, dann haben wir alles zusammen.

Eine weitere positive Nachricht – am Freitag kam nach nur 7 Tagen die schriftliche Bestätigung für die Auflassungsvormerkung im Grundbuch.

Wir sind fleißig dabei – es geht voran!